Hotel AlpenSchlössl - das Schlössl in den Alpen in St. Johann im Pongau

Lesen Sie gerne Märchen? Begeben Sie sich mit uns gemeinsam auf eine sagenhafte Reise!

Die Sage vom Schlössl in den Alpen

Wie Johannes zum glücklichsten Menschen der Welt wurde, eine Prinzessin erlöste und viele Tiere und Menschen bis zum heutigen Tage glücklich gemacht werden. Davon erzählt diese Sage.

Auf einem Bauernhof in einem kleinen Bergdorf im Salzburger Land lebte vor vielen Jahren ein fleißiger Bub namens Johannes, der sich jahrein jahraus von frühmorgens bis spätabends auf dem Hof des herrischen, strengen Vaters abrackerte. Seine Brüder waren schon lange in die weite Welt hinausgezogen und so stand er Tag für Tag noch vor Sonnenaufgang auf und arbeitete ohne Lohn emsig bis tief in die dunkle Nacht hinein und verrichtete sein Tagwerk.

Wie jedes Jahr im Frühling musste Johannes alleine den mühseligen Almauftrieb mit den Kühen und Kälbern des Vaters auf das Heukareck auf sich nehmen. Dort hütete er den ganzen Sommer über die Tiere auf der Alm und stellte Käse und Butter her, damit dann im nächsten Winter nicht Hunger gelitten werden mussten. Da Johannes gerne mit den Tieren sprach, waren ihm diese wohlgesonnen und er konnte die ganze Herde gesund und unverletzt auf die Almweiden unterhalb des Gipfels bringen.

Eines Nachts – die letzte Nacht vor dem Almabtrieb – brach ein furchtbares Unwetter über die Alm herein. Es regnete, als ob der Teufel selbst alle Schleusen geöffnet hätte. Sturzflutartige Bäche und polternde Steine schossen die steilen Felswände herab und das ohrenbetäubende Donnern und Krachen der einschlagenden Blitze machten einem Angst und Bange. Durch die leuchtenden Blitze sah Johannes, dass die Rinder in alle Himmelsrichtungen in Todesfurcht davonliefen.

Was sollte er nun machen? Noch bevor der Tag anbrach und sich das Unwetter vollends verzogen hatte, machte sich Johannes auf die Suche nach seiner Herde. Er hing sehr an den Tieren und wollte sie wieder in Sicherheit wiegen. Er musste alle Kälber wieder heil ins Tal bringen und sie wiederfinden! Außerdem saß ihm die Furcht vor dem Vater im Nacken.

Er überquerte sumpfige Wiesen und lief durch dichte Wälder, kämpfte sich durch unzugängliches Gestrüpp und über steile Felswände hinab bis zur Liechtensteinklamm. In seiner Verzweiflung wagte er sich sogar hoch hinauf auf den Gernkogel bis zum Geisterberg, wo zahlreiche Erdgeister, Feuergeister, Wassergeister und Luftgeister ihr Unwesen trieben und wo es bis zum heutigen Tage spuken soll. Die braven Feen brachten ihn Gott sei Dank heil am Geisterschloss vorbei in Sicherheit. Doch weit und breit war keines seiner Kälber zu sehen und er vergoss bittere Tränen. Er stolperte erschöpft und müde weiter.

Plötzlich sah er in der Ferne etwas auf dem Boden liegen. Kurz dämmerte in ihm die Hoffnung, doch noch ein Kalb gefunden zu haben. Er näherte sich ganz langsam und erkannte ein Reh. Es schien verletzt zu sein, denn es machte keine Anstalten zu fliehen. In dem Wissen um die Scheue dieser besonderen Geschöpfe näherte sich Johannes mit langsamen Schritten. Er bemerkte, dass es, wie er selbst, großen Hunger und Durst litt und zudem noch am Bein verletzt war.

Um das Tier zu beruhigen, sprach er es sanft und leise an. Johannes konnte nicht anders als das Reh mitzunehmen. Er wusste, wenn er es hier alleine liegen ließe, wäre es dem Tode geweiht. Das Reh war dankbar für die Güte des Jungen und ließ es geschehen. So nahm er es mit allerletzter Kraft auf seinen Rücken und machte sich auf den Weg weiter den Berg hinab. Wenn er schon die Kühe und Kälber Gottes Gnade überlassen musste, dann konnte er wenigstens dieses Reh retten.

Nach einiger Zeit kam er zu einer Lichtung, in deren Mitte sich ein Holzbrunnen mit fließendem Wasser befand. Er spürte, wie er ein kleines Stückchen Vertrauen schöpfte. Endlich konnte er dem Reh etwas zu trinken geben. Er versorgte zuerst das verletzte Tier, legte es vorsichtig auf den Boden und gab ihm das Wasser aus dem Brunnen. Als das Reh direkt aus den Händen von Johannes zu trinken begann, ereignete sich plötzlich ein Wunder: Es verwandelte sich in ein wunderschönes Mädchen mit langen, sanft gewellten blonden Haaren und großen, dunklen Augen, die ihn an das Reh erinnerten.

"Danke, dass du mich gerettet hast", sagte sie. Johannes, der sich mit letzten Kräften aufrecht hielt, stand vor dem Mädchen und traute seinen Augen kaum. Er fragte sich kurz, ob das alles nur ein Traum sei, doch die Schmerzen in seinem Körper erinnerten ihn daran, dass es wahr sein musste. "Ich bin eine Prinzessin. Ein finsterer, alter Zauberer hat mich verwunschen", erklärte das Mädchen vor ihm. "Er wandte einen bösen Trick an, um all meine Schönheit und all mein Geld zu bekommen. Doch es gelang ihm nicht. Aus Zorn darüber, und nicht an das Gute im Menschen glaubend, verfluchte er mich, auf dass nur jemand mit einem wahrhaft von Liebe erfüllten Herzen mich retten könne."

Johannes hörte die Worte und konnte sie dennoch nicht glauben. Er sollte tatsächlich so besonders sein, um eine Prinzessin retten zu können? Die Prinzessin küsste ihn zum Ausdruck ihres Dankes und da war es um sie beide geschehen. Sie wussten, das war die wahre Liebe, das war es, warum sie so viel Last und Mühen hatten ertragen müssen. Es war ihnen bestimmt, sich zu finden. Der Bauernbub und die Prinzessin beschlossen in diesem Moment, dass nie wieder jemand an diesem besonderen Platz rings um diesen Brunnen Hunger oder Durst leiden sollte, so wie sie es tun mussten.

Hier an diesem speziellen Fleckchen am Fuße der Salzburger Berge erbauten sie sich ein Heim, ein kleines Schlössl mitten in den Alpen. In diesem Schlössl war jeder willkommen und Reisende wurden aufgenommen, um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken.

Natürlich wurde auch für alle Tiere gesorgt. Im Winter errichtete man nahe am Waldesrand eine Futterkrippe mit Heu für die Rehe und für alle Bewohner des Waldes sowie ein kleines Vogelhäuschen, an dem sich alle Vögel laben konnten. Auch im Sommer erlebten die Tiere hier, gemeinsam mit den kleinen Besuchern und Reisenden, viele schöne Momente.

Fortan erzählte man sich diese Geschichte über das prächtige Schloss und den magischen Ort, wo kleine Abenteurer unsagbare Geschichten erleben und wo müde Helden wieder das Funkeln der Sonne entdecken. Hier werden die Menschen verzaubert und Reisende aufgenommen, um sich von ihrer Anstrengung und den Lasten des Alltags zu erholen.

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